V257b Anlagen

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Ich habe mir die Anlagen (http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2015/1401/pdf/V257_Anlagen.pdf ) zur Studie V257b angeschaut und ein paar interessante Querschnitte, undzwar diese wo es zu einigen Überholungen kam, in einer Tabelle herausgearbeitet. Die Kfz und Radverkehrsstärken sind pro Stunde auf den Beobachtungszeitraum und in Bezugsrichtung angeben.

Die A1 Querschnitte sind 6-7m breit und ohne Schutzstreifen. Sie sind am Sichersten. Doch  sind diese Breiten für den Radverkehr nicht empfehlenswert. Somit wären Querschnitte unter 6m noch sicherer. Das Problem ist aber, dass LKW mit Spiegeln an die 3m breit sind. Ich denke trotzdem, dass wenn man eine gute Radverkehrsführung im Mischverkehr umsetzen will 6m Querschnitte anlegen sollte. LKW sollte es möglich sein evtl. den Gehweg zu befahren.

Bei dem 6,25 Querschnitt stehen 4 angenomme Überholungen zu 1 Abgelehnten, beim 6,1m Querschnitt, der aber eine geringere Kfz Stärke aufweist, 1 angenomme Überholung zu 5 Abgelehnten. Die parkenden PKW engen die Sraße aber auch optisch ein. Es gibt viele Gehwegradler. Der Abstand zum Fahrbahnrand und der Überholabstand ist ganz passabel.

Nun zu den A2 Querschnitten:

Der A21 Querschnitt ist ein besonderer Klopper. 1,25m schmale Schutzstreifen mit schmalem Sicherheitstrennstreifen (vielleicht 25cm?) und dazu 2 Fahrstreifen von 3m mit Mittelmarkierung, wie man sie bei Radfahrstreifen vorfindet. Das heißt, wenn ein Kraftfahrer einen Radfahrer auf dem Schutzstreifen überholen will, wird einfach in seinem breiten Fahrstreifen weiterfahren: Es stehen 8 angenommen Überholungen bei GV zu 0 Abgelehnten. Die Überholabstände sind daher recht schlecht. Es handelt sich also um einen Querschnitt mit dem man diese hohe Verkehrsmenge ohne größere Beeinflussung durch den Radverkehr fließen lassen kann. Zuletzt fahren die Radfahrer in der Dooring-Zone, denn der Abstand zum Fahrbahnrand ist fast Null. Der Sicherheitstrennstreifen zählt hier nicht mehr zur Fahrbahn. Das heißt die Radfahrer schrammen trotz Sicherheitstrennstreifen direkt an den parkenden PKW vorbei. Zu den ohnehin nur 11/h Radfahrern auf dem Schutzstreifen waren 2/h auf dem Gehweg unterwegs. Warum wohl? Für mich ein gescheiterter Querschnitt!

Mein Verbesserungsvorschlag: 0,65m Sicherheitstrennstreifen; 1,6m Schutzstreifen; 4,5m Kernfahrbahn; 1,6m Schutzstreifen, 0,65m Sicherheitstrennstreifen

Der A22 ist der Klassiker, undzwar Mindestmaß: 7m Kernfahrbahn und 1,25 Schutzstreifen. Dazu kommen Längsparkstände mit einem kleinen Sicherheitstrennstreifen. Dieser muss bei Längsparken 0,75m breit sein, denn wenn ein Autofahrer rückwärts ausparkt, sieht er Nichts! Hier sollten Autofahrer nur rückwärts einparken dürfen, sonst sind Unfälle eigentlich vorprogrammiert.

Bei den Überholungen stehen 6 Angenommene zu 12 Abgelehnten. Das heißt die Kernfahrbahn wird schmaler und es wird weniger bei GV überholt. Warum macht man sie nicht noch schmaler? #Breite Schutzstreifen.

Also die Kernfahrbahn wird auf 4,5m verschmälert, es weniger bei GV überholt, dafür sind diese aber noch übler.

Im Gegensatz zu A21 fahren die Radfahrer weiter links, bestimmt gehen die Rf aufgrund der fehlenden Mittellinie davon aus, dass man einen Bogen um sie herum fährt.

Die Überholabstände sind ähnlich, bestimmt wird auch ohne Gegenverkehr zu knapp überholt, Spurdenken der Schutzstreifen eben.

Beim A24 haben wir zwar eine geringe Verkehrsmenge, aber durch die fehlende Mittellinie und die 1,5m Schutzstreifen steigen die Überholabstände. Trotzdem gibt 2 angenommene Überholungen bei Gegenverkehr, also kein Idealzustand.

Beim A25 trifft eine geringer Kfz- Verkehrsstärke auf eine Radverkehrsstärke, die fast die Hälfte dieser erreicht. Da hätte man sich auch etwas Besseres einfallen lassen können anstatt diese Schmutzstreifchen: Tempo 30, Fahrbahnverschmälerung 6m, Überholanstandsmarkierungen. Ein Wert der diese Streifen beschreibt: 14 angenommene Überholungen zu 2 abgelehnten Überholungen bei GV. Da macht Radfahren keinen Spaß. Die Überholabstände erscheinen aber OK.

Nun zu einem sehr schlechten Querschnitt, dem A31. Sehr hohe Verkehrsstärke, einige Radfahrer und schlechte Überholabstände. Es fällt der hohe Bordstein und die breite, nicht befahrbare Gosse auf. Es stehen 28 angenomme zu 4 abgelehnten Überholvorgängen bei GV. Das Problem ist, denke ich, die mit 5.7m etwas breitere Kernfahrbahn. Wir lernen wieder Je breiter die Schutzstreifen und schmaler die Kernfahrbahn, desto besser.

Der A32 ist mit 6 Gehwegradlern auch schlecht.

Der A34 ist mit der Mittelmarkierung und den 1,3m Schutzstreifen neben den Parkständen auch der Hammer.

Eine sicherere Radverkehrsführung ist ein 6m Querschnitt, der von Radfahrern mit selbstbewusstem Abstand zur Fahrbahnrand befahren wird. Wenn ein Radfahrer mit seinem Rad mit 1m Abstand zum Rand fährt, dann nochmal 30cm für Lenker sind 1,3m. Jetzt müssten sich 2 Autos auf 4.7m mit allen Sicherheitsabständen vorbeischieben. Also kein Überholen bei Gegenverkehr.

Schutzstreifen sind für mich gescheitert, ausgenommen Breite Schutzstreifen bzw. Überholabstandsmarkierungen.

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